Spezialisierung

Durch den medizinischen Fortschritt gibt es auch in der Chirurgie eine immer ausgefeiltere Diagnostik und eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten endoskopischer, minimal-invasiver und traditionell-operativer Art. Eine Spezialisierung in der Chirurgie war die Folge, da der einzelne Chirurg oft nur mehr ein eingeschränktes Spektrum  (z.B. Hernienchirurgie) überblickt und die entsprechenden Operationstechniken beherrschen kann.

Zum besseren Verständnis einer Spezialisierung sind zwei Spektren näher beschrieben.

Leistenbruch (Hernie) – warum Spezialisierung?

Hernien (Leisten-, Nabelbrüche) gehören zu den häufigsten Erkrankungen in der Chirurgie. Die Behandlung kann nur operativ erfolgen. Es gibt verschiedene Hernientypen, aber auch eine Vielzahl operativer Behandlungsmöglichkeiten. Nur bei schwerpunktmäßiger Befassung (Hernienzentrum) kann den PatientenInnnen eine exakte Diagnostik und eine maßgeschneiderte Operation (laparoskopisch, offen, richtige Netzauswahl) angeboten werden.

Gallensteine – warum Spezialisierung?

Gallensteinoperationen gehören zwar zu den häufigsten Eingriffen in der Chirurgie,  können aber nur bei schwerpunktmäßiger Befassung und großer Erfahrung sicher laparoskopisch operiert werden. Manche PatientenInnen benötigen zusätzlich eine endoskopische Behandlung (ERCP), was in einem spezialisierten Zentrum in einer Hand angeboten wird.