Therapie von Schilddrüsenerkrankungen - Univ. Prof. Dr. Albert Tuchmann in 1010 Wien

Schilddrüsenerkrankungen können die Schilddrüsenfunktion sowie Form und Größe der Schilddrüse betreffen, es kann zur Überfunktion, Unterfunktion oder zum Kropf kommen.

Darüber hinaus gibt es auch Carcinome also Krebs an der Schilddrüse.

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Typische Beschwerden bei Schilddrüsenerkrankungen

Das Beschwerdebild unterscheidet sich sehr stark, je nachdem ob die Funktion gestört ist oder eine Vergrößerung vorliegt.

Bei Schilddrüsen-Überfunktion (Hyperthyreose): Herzklopfen, Schwitzen, Gewichtsabnahme, Unruhe, Schlaflosigkeit, Durchfälle.

Bei Schilddrüsen-Unterfunktion (Hypothyreose): gegenteilige Symptome, wie Müdigkeit, Gewichtszunahme, usw.

Bei Struma nodosa: Unter einem Kropf (Struma) versteht man eine Vergrößerung der Schilddrüse durch einen oder mehrere Knoten. Es kommt zu Symptomen wie: Druckgefühl am Hals, Behinderung beim Schlucken und Atmen, psychische und optische Beeinträchtigung.

Diagnose von Schilddrüsenerkrankungen

Die Funktion des Organs und insbesondere die Hormonproduktion kann anhand einer Laboruntersuchung des Bluts beurteilt werden. Weiters untersucht der Arzt die Größe und Beschaffenheit durch Abtasten und veranlasst eine nuklearmedizinische Untersuchung (Szintigraphie) sowie einen Ultraschall (Sonographie). Dadurch kann festgestellt werden, ob es sich um hormonell aktive Adenome (heiße Adenome, autonomes Adenom) handelt oder um hormonell nicht aktive Adenome (kalte Adenome).

Kalte Adenome können gutartige Zysten, gutartige Adenome, in seltenen Fällen aber auch Carcinome sein. Die Feststellung, ob gutartig oder bösartig (Dignität) kann auch durch Punktion und mikroskopische Untersuchung des Punktats (Zytologie) dokumentiert werden.

Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen

Nach der beschriebenen Diagnostik kann der endokrin tätige Arzt (Endokrinologie – Lehre von den Drüsen mit innerer Sekretion) einen Therapieplan ausgeben.

Reine Funktionsstörungen, also Über- oder Unterfunktionen ohne Struma können fast immer rein medikamentös behandelt werden.

Schilddrüsen Operation

Bei mechanischer Beeinträchtigung des Schluckens oder des Atmens sowie bei vielen Knoten ist aber an eine Operation zu denken. Die Notwendigkeit einer Operation erfolgt im Konsens zwischen den an der Diagnose beteiligten Ärzten, den PatientInnen und dem endokrin geschulten Chirurgen.

Wie die operative Behandlung genau aussieht, hängt von der jeweiligen Beschaffenheit der Schilddrüse ab. Es können ein oder mehrer Knoten entfernt werden oder eine Schilddrüsenhälfte (Lobektomie). Eine beidseitige subtotale Resektion bedeutet, dass auf der rechten und auf der linken Seite nur ein kleiner Schilddrüsenrest bestehen bleibt. Bei einem Carcinom muss die gesamte Schilddrüse entfernt werden (Thyreoidektomie).

Das Hauptrisiko bei Schilddrüsenoperationen ist die Verletzung des für die Stimmbildung verantwortlichen Nervs (Nervus laryngeus recurrens). Dies wird durch die Darstellung dieses Nervs bei der Operation und elektrischer Überwachung seiner Funktion (Neuromonitoring) verhindert. Die Häufigkeit derartiger Nervenschädigungen, gefolgt von Heiserkeit, beträgt bei Operation wegen gutartiger Struma aber nur 1-2%.

Nachbehandlung nach Schilddrüsenoperationen

Postoperativ wird gleich im Spital eine Hals-Nasen-Ohren-Kontrolle veranlasst, um zu sehen, ob die Stimmbänder in Ordnung sind. Danach muss eine Kontrolle der Hormone folgen und eventuell ein Ultraschall und eine Szintigraphie. Eine genaue Hormoneinstellung ist wichtig für das Wohlbefinden der PatientInnen.

Schilddrüsenoperierte PatientInnen müssen sich regelmäßigen Kontrollen unterziehen, z.B. einmal jährlich, eventuell unter Zuhilfenahme eines nuklearmedizinischen Institutes. Diese exakte Nachsorge soll ein Wiederauftreten des Kropfes (Rezidiv) oder eine Funktionsstörung verhindern.

Univ. Prof. Dr. Albert Tuchmann in 1010 Wien steht Ihnen als Chirurg bei Schilddrüsenerkrankungen gerne mit Beratung, Operation und Nachsorge zur Verfügung.

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